FATF Grey List Update Oktober 2025: Was Unternehmen in den VAE beachten sollten
- 9. Apr.
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Die Financial Action Task Force (FATF) hat im Oktober 2025 ihre aktualisierte Liste der Länder unter verstärkter Beobachtung veröffentlicht – die sogenannte „Grey List“. Auch wenn diese Aktualisierungen oft als rein technische Entwicklung wahrgenommen werden, haben sie konkrete Auswirkungen auf Unternehmen, die Verpflichtungen im Bereich Geldwäschebekämpfung, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung (AML/CTF/CPF) unterliegen.
Für Unternehmen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig sind oder Geschäftsbeziehungen dorthin unterhalten, stellen FATF-Updates eine zentrale Orientierung bei der Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken dar.
Praktische Auswirkungen auf AML-Strukturen
Änderungen der FATF Grey List beeinflussen maßgeblich, wie Unternehmen Länderrisiken einstufen, verstärkte Sorgfaltspflichten (Enhanced Due Diligence) anwenden und Transaktionen überwachen.
Nach den geltenden Vorschriften in den VAE sind verpflichtete Unternehmen angehalten, solche Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und in ihre internen Compliance-Strukturen zu integrieren. Dazu gehört insbesondere die Aktualisierung von Risikoanalysen auf Unternehmensebene, die Anpassung von Kundenrisikoprofilen sowie die Sicherstellung, dass laufende Überwachungsprozesse mit der sich verändernden Risikolandschaft im Einklang stehen.
Regulatorische Anforderungen in den VAE
Das AML-System der VAE basiert auf einem risikobasierten Ansatz. Dieser verpflichtet sowohl regulierte Unternehmen als auch bestimmte nicht-finanzielle Berufsgruppen dazu, internationale Risikoentwicklungen aktiv zu berücksichtigen und nachvollziehbar zu dokumentieren, wie diese in Richtlinien, Prozesse und Kontrollmechanismen einfließen.
In der Praxis bedeutet das: Es reicht nicht aus, lediglich über FATF-Updates informiert zu sein.
Unternehmen müssen klar belegen können, wie diese Informationen bewertet und konkret in ihre Governance- und Compliance-Strukturen umgesetzt werden.
Unterstützung bei risikobasierter Compliance
Die Experten von Swiss Group unterstützen ihre Kunden dabei, FATF- und regionale AML-Entwicklungen im jeweiligen Geschäftskontext einzuordnen. Dazu zählen die Bewertung der Relevanz von Grey-List-Updates, die Sicherstellung der Übereinstimmung mit den regulatorischen Anforderungen in den VAE und auf internationaler Ebene sowie die Förderung einer proaktiven Compliance-Kultur.
Die Beratungsleistungen werden von Michael Lane, Head of Legal, und Raffaele Delorenzi, Head of Compliance, geleitet. Beide verfügen über umfassende Erfahrung in den Bereichen AML-Governance, regulatorische Compliance und grenzüberschreitendes Risikomanagement.
Governance und Resilienz
In einem Umfeld zunehmender regulatorischer Anforderungen ist die Fähigkeit, schnell und angemessen auf internationale AML-Entwicklungen zu reagieren, ein wesentlicher Bestandteil einer soliden Unternehmensführung.
Unternehmen, die ihre Risikostrukturen regelmäßig überprüfen und sich konsequent an den Vorgaben der FATF orientieren, sind besser darauf vorbereitet, regulatorische Erwartungen zu erfüllen und operative Risiken effektiv zu steuern.
Das FATF-Update vom Oktober 2025 zu den Ländern unter verstärkter Beobachtung finden Sie hier:👉 https://lnkd.in/eXvfenks



